Grußwort von Ulrich Commercon

Jazzfreunde kommen im Saarland voll auf ihre Kosten. Im dichten Netz an Initiativen, Workshops, Konzerten und Festivals zählt das Internationale Jazzfestival St. Ingbert zu den bekanntesten Adressen mit der zugleich längsten Veranstaltungsgeschichte. Das Erfolgsrezept seiner Langlebigkeit ist die gelungene Mixtur aus dreierlei Facetten: sowohl regional als auch international bietet es Unerwartetes bis Legendäres und spürt neuesten Trends der Jazzszene nach. Das Publikum ist überzeugt – seit 31 Jahren.

Auf die breite Unterstützer- und Fangemeinde des Jazz hier im Saarland können wir stolz sein. Schließlich ist Jazz nicht weniger als eine Lebenseinstellung. Von Anbeginn kosmopolitisch und multikulturell lebt dieser vom Geist der Freiheit und von unbefangener Pluralität. Die Freiheit des Individuums zu wahren, ohne dabei das Zusammengehörigkeitsgefühl zu verlieren, ist ein unge-schriebenes Jazz-Gesetz. Diese Selbstverständlichkeit gilt es, heute wieder mehr denn je, als gesellschaftlichen Weckruf zu reaktualisieren.

Multikulturell und international verspricht auch das diesjährige Festivalprogramm zu sein. Ensembles aus Deutschland, Frankreich oder den USA nehmen die Zuhörerin und den Zuhörer mit auf eine Reise in die Welt fesselnder Gypsy- und Balkanrhythmen oder in vergangene Jahrzehnte mannigfaltiger Jazzstile. Die Auftritte der Porsche-Bigband und von Jasmin Tabatabai sorgen für einen besonderen Überraschungseffekt im Programm, bevor das Festival am Sonntag mit der renommierten Gesangsformation „The Manhattan Transfer“ spektakulär endet.

St. Ingbert jazzt, in diesem Jahr vom 30. März bis zum 02. April. Allen Besucherinnen und Besuchern wünsche ich kurzweilige und beschwingte Jazz-Abende und den Veranstaltern ein erfolgreiches 31. Festivaljahr.

 

Ulrich Commerçon
Minister für Bildung und Kultur