Grußwort von Prof. Dr. Ulli Meyer

Sehr geehrte Musikfreunde,Foto_OB
liebe Jazzfans,

manche Musiknote, die eben vom Mississippi-Delta an unsere europäische Küste schwappte, fügte sich mit gleichgesinnten zu dem Wunderbaren zusammen, was uns so begeistert: Jazz!
Ob ein gewisser Clint Eastwood mit seinem Statement kulturhistorische Wellen bewegen wird, mag hinterfragt werden, aber es ist auf jeden Fall bemerkenswert:
„Ich hatte schon immer das Gefühl, dass es nur zwei echte amerikanische Kunstformen gibt: Jazz und Westernfilme.“
Ich glaube, man muss dem alten seine Worte nachsehen, denn sein Sohn, der junge Eastwood, ist ein ausgezeichneter Jazzbassist. Und der kommt nach St. Ingbert. Kyle Eastwood wird mit seiner Band berühmte Filmtitel interpretieren und vielleicht schwebt dann ein Hauch von Hollywood in St. Ingberts Stadthalle.
Der Name unseres Festivals ist Programm. Seit jeher begrüßen wir in unserer Stadt Künstler aus aller Welt, das 34. Internationale Jazzfestival macht hier selbstverständlich keine Ausnahme. Wir freuen uns auf Musiker und Gäste aus der weiten Völkergemeinschaft:
St. Ingbert ist weltoffen. Die Spanne reicht von ganz weit bis ganz nah. So darf man gespannt sein auf den neuen Star am Jazzhimmel. Camille Bertault kommt aus unserem Nachbarland Frankreich und ihr Ruf eilt ihr voraus: „Sie singt, zischt und schreit.“
Ein Stück Skandinavien bringt das Emil Brandquist Trio aus Schweden und die drei Jazzer haben gleich eine Weltpremiere mit im Gepäck.
Woher sie auch kommen mögen, unsere künstlerischen Gäste spiegeln gerade in ihrer und durch ihre Internationalität die Facetten dessen, was wir Jazz nennen. Und so wir sie hören und sehen, haben wir, wie es ein Musikwissenschaftler so fabelhaft beschreibt „einen Menschen im Sinn, der seine Musik inmitten des magischen Dreiecks von Komposition, Improvisation und Interpretation macht”.
Danken möchte ich all denen, die sich so engagiert für das Internationale Jazzfestival eingesetzt und damit erst ermöglicht haben. Ich denke dabei an die Mitglieder des Jazz-Arbeitskreises und ich denke an die öffentlichen und privaten Sponsoren, ohne die das Festival nicht möglich gewesen wäre.
Die Kreissparkasse Saarpfalz, die Ministerin für Bildung und Kultur und die Saarland Sporttoto GmbH, sowie SR2 Kulturradio gehören seit Jahren zu den treusten Freunden unseres Festivals. Diese Institutionen ermöglichen es uns, höchste Qualität zu fairen Preisen zu präsentieren. Ein gewisser Clint Eastwood würde es vielleicht so ausrücken:
„Verdammt viel gute Musik, für gerademal eine Handvoll Dollar.“

Ich hoffe, wir sehen uns auf einem der interessantesten Events unserer Stadt,

Ihr

Unterschrit Ulli Meyer
Prof. Dr. Ulli Meyer
Oberbürgermeister