Grußwort von Hans Wagner

Liebe Jazzfreundinnen, liebe Jazzfreunde,

Hans Wagner

Hans Wagner

es gibt schätzungsweise auf der Erde 7.000 verschiedene Sprachen. Manche sind miteinander verwandt, andere fallen völlig aus dem gewohnten Rahmen. Es gab zahlreiche Versuche, eine Weltsprache zu entwickeln, mit der sich alle Menschen unterhalten können. Gelungen ist das bisher nicht. Oder etwa doch? Die einzige Sprache, die überall verstanden wird ist die der Musik. Gerade der Jazz bietet hier ein geradezu geniales Konzept. Das zu überprüfen, dazu haben wir vom 30. März bis 2. April 2017 Gelegenheit. Denn an diesen vier Tagen werden wieder Jazzmusiker aus ganz unterschiedlichen Regionen der Erde ihre neuesten Ideen und Klänge beim 31. Internationalen Jazzfestival St. Ingbert vorstellen.

Der Begriff Jazz ist gerade in Deutschland immer noch mit Vorurteilen behaftet. Man verbindet ihn aus Unkenntnis immer noch mit den sperrigen, oft schwer verständlichen Experimenten, die in den 60er- und 70er-Jahren diese Musikrichtung dominierten. Doch ein Blick auf die heutige Ausprägung der “Blue Notes” zeigt ein variantenreiches Bild, das sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft weist. Die Grenzen der musikalischen Genres verschwimmen und auch die Jazzkünstler wagen sich an Experimente, die in andere Klanggefilde führen. Wir werden beim 31. Internationalen Jazzfestival St. Ingbert einige spannende Beispiele zu diesem Thema erleben.

Etwas Jasmin Tabatabai, die als Schauspielerin auf dem Fernsehschirm sicherlich populärer ist wie als Musikerin. Sie erforscht die Möglichkeiten des Chansons und wagt sich an Jazz ebenso wie an eindrucksvolle Filmmusik. Auch die Stargäste des Festivals, die legendäre Gesangsgruppe “The Manhattan Transfer” überwindet mit Leichtigkeit Grenzen. Immerhin waren sie die ersten und einzigen Künstler, die im selben Jahr einen Grammy sowohl für Rock und Pop als auch für Jazz bekommen haben.

Wie auch immer, die Auftritte in der St. Ingberter Stadthalle werden spannend werden. Was die Jazzfreunde genau erwartete, lesen Sie in diesem Programmheft. Und ganz aktuell gibt es Informationen auf der Facebookseite des Jazzfestivals. Dass diese vier ereignisreichen Tage perfekt und harmonisch über die Bühne gehen können, dafür hat auch in diesem Jahr wieder der Jazzarbeitskreis gesorgt. Ein ehrenamtlich arbeitendes Gremium aus jazzinteressierten Menschen, die allesamt auch einen besonderen Bezug zu St. Ingbert haben. Für dieses Engagement möchte ich mich an dieser Stelle recht herzlich bedanken.

Mein Dank geht sowohl an die Mitglieder des Jazzarbeitskreises als auch an alle Personen, die durch ihr Engagement ein solches Festival erst ermöglichen. Danken möchte ich den öffentlichen und privaten Sponsoren, ohne die das Festival nicht möglich gewesen wäre. Darunter auch, wie seit vielen Jahren, die Kreissparkasse Saarpfalz, der Minister für Bildung und Kultur und die Saarland Sporttoto GmbH.

Allen Besucherinnen und Besuchern, allen Akteuren und allen Helferinnen und Helfern des 31. Internationalen Jazz Festivals wünsche ich unterhaltsame Stunden und einen ebenso interessanten wie angenehmen Aufenthalt in unserer Stadt.

Hans Wagner
Oberbürgermeister