Grußwort von Hans Wagner

Liebe Jazzfreundinnen, liebe Jazzfreunde,

unsere Welt ist klein geworden. In Sekundenschnelle erreichen uns Nachrichten vom anderen Ende der Welt. Dank Internet sind wir omnipräsent, wo immer wir wollen. Eigentlich würde es da doch reichen, wenn man sein ganzes Leben in der Wohnung verbringt und sich alle äußeren Eindrücke durch das World Wide Web verschafft. Auch die Künstler des Jazzfestivals St. Ingbert sind per Youtube jederzeit abrufbar.

Und doch, in dieser schönen neuen Welt der bunten Bilder und Videoclips fehlt eine entscheidende Komponente. Denn die Evolution des Menschen verläuft langsamer als die der elektronischen Kommunikation. Daher werden persönliche Kontakte und eigenes Erleben immer noch dringend benötigt. Beispielsweise beim Besuch des 33. Internationalen Jazzfestivals St. Ingbert, das an vier Tagen vom 28. bis 31. März über die Bühne der Stadthalle gehen wird. Zum einen trifft man dort Menschen mit gleichen Interessen, zum anderen Musiker aus der ganzen Welt. In diesem Jahr freut mich besonders, dass wir bislang eher ungewohnte Aspekte des Jazz beleuchten werden.

Jazz wird romantisch, er begibt sich in mystische Wälder Schwedens, erforscht die Seele Russlands oder feiert das Lebensgefühl Kubas. An anderer Stelle wird er minimalistisch. Und schließlich gibt es noch den großen Star zum Schluss. Kurz und gut, für Spannung und Kontraste ist mit Sicherheit gesorgt. Und für internationale Künstler aus Schweden, den USA, Russland, Belgien und Deutschland.

Das 33. Internationale Jazzfestival St. Ingbert ist wieder einmal durch die Arbeit vieler engagierter Menschen ermöglicht worden. Alle haben harmonisch zusammengearbeitet, um die vier Jazz-Tage vorzubereiten und sie schließlich zur Freude von Künstler und Publikum auf der Bühne unserer Stadthalle stattfinden zu lassen. Ihnen allen möchte ich an dieser Stelle meinen herzlichen Dank aussprechen. Mein Dank geht besonders an die Mitglieder des Jazz-Arbeitskreises ebenso wie an alle Personen, die durch ihr Engagement ein solches Festival erst ermöglichen. Danken möchte ich auch den öffentlichen und privaten Sponsoren, ohne die auch in diesem Jahr das Festival nicht möglich gewesen wäre. Darunter auch, wie seit vielen Jahren, die Kreissparkasse Saarpfalz, der Minister für Bildung und Kultur und die Saarland Sporttoto GmbH. Nicht zu vergessen unser langjähriger Medienpartner, der Saarländische Rundfunk. Seine Programmsparte SR2 Kulturradio beschäftigt sich intensiv mit den Ereignissen in St. Ingbert und so manches Konzert ist von hier per Radiowellen übertragen worden.

Allen Besucherinnen und Besuchern, allen Künstlern, allen Verantwortlichen und allen Helferinnen und Helfern des 33. Internationalen Jazzfestivals wünsche ich unterhaltsame Stunden und einen ebenso interessanten wie angenehmen Aufenthalt in unserer Stadt.

Hans Wagner
Oberbürgermeister